Wissensbilanz erarbeiten
Ziel: Darstellung und Entwicklung des intellektuellen Kapitals einer Organisation
Was ist eine Wissensbilanz?
Im englischen Sprachraum spricht man von Intellectual Capital Report. Dieser Begriff trifft die Sache besser, denn es geht um viel mehr als um Wissen.
Eine Wissensbilanz ist ein Instrument zur gezielten Darstellung und Entwicklung des Intellektuellen Kapitals einer Organisation. Sie zeigt die Zusammenhänge zwischen den organisationalen Zielen, den Geschäftsprozessen, den immateriellen Ressourcen (dem Intellektuellen Kapital) und dem Geschäftserfolg einer Organisation auf und beschreibt diese Elemente mittels Indikatoren.
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Die Wissensbilanz stellt bekannte Fakten und Prozesse unter neuen Gesichtspunkten zusammen. Daraus lassen sich verblüffende Schlussfolgerungen, insbesondere für die Steuerungsmöglichkeiten, ableiten.
Warum Wissen bilanzieren?
Für die Erstellung einer Wissensbilanz gibt es ganz unterschiedliche Motivationen. Geprägt sind diese durch folgende Ausgangssituationen, mit denen Unternehmen konfrontiert sind und die zunehmend zur Herausforderung gerade für kleine und mittlere Unternehmen werden:
- Systematische Steuerung der Organisation und seiner wichtigsten Ressourcen,
- Akquisition von Fremd- und Eigenkapital,
- Erfüllung von rechtlichen Anforderungen,
- Mitarbeiterrekrutierung und -bindung,
- Entwicklung von Kooperationen,
- Kundenakquisition und -bindung.
Zahlreiche Initiativen auf der ganzen Welt haben bewiesen, dass die Bewertung und Darstellung des Intellektuellen Kapitals als Teil der Unternehmensbewertung einen wichtigen Beitrag zur Unternehmensentwicklung leisten kann. Die praktischen Erfahrungen bestätigen dies eindrucksvoll.
In Zukunft wird sich das Instrument „Wissensbilanz“ dauerhaft in Organisationen etablieren. Denn es wird zunehmend wichtiger, über die für die Wertschöpfung wesentlichen Faktoren genau Bescheid zu wissen und die bisher oft intuitiv gefällten Entscheidungen durch möglichst breit abgesicherte Fakten zu untermauern. Durch Transparenz über das Intellektuelle Kapital und dessen Vernetzung im Unternehmen können knappe Ressourcen wesentlich zielorientierter eingesetzt und damit die Wettbewerbsfähigkeit gesteigert werden.
Die Wissensbilanz
- zeigt Wirkungszusammenhänge der Erfolgsfaktoren.
- zeigt, in welche Richtungen das intellektuelle Kapital entwickelt werden muss, um Visionen und Strategien umzusetzen (Steuerungsinstrument).
- dient der Kommunikation nach innen und nach aussen,
z.B. im Geschäftsbericht, bei Verhandlungen mit Kreditgebern etc.
Vorgehen zur Wissensbilanzierung
Die Vorgehensweise von wissen.org orientiert sich am Wissensbilanzmodell, das vom Arbeitskreis Wissensbilanz entwickelt wurde. Der Arbeitskreis wurde initiiert durch das Bundesamt für Wirtschaft und Arbeit (Bundesrepublik Deutschland).
Die Methodik zielt auf die Stärkung der Kernkompetenzen und die nachhaltige Wertsteigerung von Unternehmen in der wissensbasierten Wirtschaft. Eine klare Struktur und ein modulares Vorgehen gewährleisten die durchgängige Orientierung am Geschäftserfolg auf Basis der unternehmensspezifischen Leistungsprozesse.
